
Statement zu der Diskussion um das schriftliche Dividieren an Grundschulen
Der Landeselternrat (LER) hat sich auf seiner Plenarsitzung am 13.12.2024 ausführlich mit dem damaligen Entwurf des neuen Kerncurriculums (KC) Mathematik für die Primarstufe beschäftigt.
Dabei haben uns Vertreter des Kultusministeriums über die Neuerungen des KC informiert. Die Änderungen bezüglich des schriftlichen Dividierens wurden vom LER dabei nicht explizit diskutiert.
Der LER hat dem damaligen Entwurf des KC einstimmig zugestimmt. Die von der Kultusministerkonferenz beschlossenen Bildungsstandards werden vom Kultusministerium im KC umgesetzt, was wir begrüßen. Diese Bildungsstandards sehen das Verstehen und Anwenden der halbschriftlichen Division vor, welche weiterhin an niedersächsischen Grundschulen gelehrt wird. Aus unserer Sicht wird dadurch ein grundlegendes Verständnis der Division ermöglicht und wird von uns als unerlässlich gehalten. Bei der schriftlichen Division handelt es sich um ein komplexes Thema. Das erfordert viel Zeit bei der Erarbeitung, steht aber nicht im Verhältnis zur späteren Anwendung.
Die jüngsten Ergebnisse des IQB-Bildungstrends haben gezeigt, wie groß die Schwächen der niedersächsischen Schülerinnen und Schüler im Fach Mathematik sind. Die Basis für das mathematische Verständnis wird in der Grundschule gelegt. Daher fordern wir, dass der Mathematikunterricht hier nur von Fachlehrkräften durchgeführt wird. Die Kinder müssen im Lernprozess begleitet werden – es dürfen keine grundlegenden Fähigkeiten fehlen. Wir wünschen uns zudem, dass die Unterrichtsqualität durch eine verpflichtende Qualitätsentwicklung und -kontrolle in den Schulen sichergestellt wird.

